Fallstudie

Bauphysik, die tierisch interessant ist

Exotische Tiere in hiesigem Gefilde stellen schon per se eine spannende Aufgabe dar. Wenn es dann noch darum geht, ihnen ein auf sie abgestimmtes und ihren Bedürfnissen gerecht werdendes Zuhause zu schaffen, sind wir erst recht gefordert. Regelmässig stellt uns der Zoo Zürich vor interessante Herausforderungen, um nicht nur seine Bewohner, sondern auch seine Gäste in eine neue und aufregende Kulisse zu versetzen.

Die Ausgangslage

Immerfort befindet sich der Zoo Zürich im Bestreben, seinen tierischen Bewohnern eine artgerechte
und stimmige Umgebung zu schaffen, denn hier steht für einmal nicht der Mensch, sondern ganz
alleine das Tier im Mittelpunkt. Um das Zuhause von Tieren aus aller Welt immer weiter erneuern
und ausbauen zu können, sind jederzeit wirtschaftlich durchdachte und kostenoptimale Lösungen
gefragt.

Die Herausforderung

Wo, wenn nicht in einem Zoo, treffen Wesen aus aller Welt und den unterschiedlichsten Klimazonen
aufeinander? Dass dadurch grundverschiedene Bedürfnisse im Raum stehen, ist selbstverständlich
und schafft weitaus grössere Herausforderungen, als bei herkömmlichen Wohnbauten. Besonders
wenn tropische Umgebungen nachgestellt werden müssen, steigert dies die Gefahr für Bauschäden
und Schimmelpilzbildungen. Aber nicht nur aus bauphysikalischer Sicht stellt der Zoo ganz
ausgefallene Anforderungen. Auch die Raumakustik ist so zu gestalten, dass die sensiblen Zootiere
mit ihren feinfühligen Empfindungen selbst bei hohen Besucherzahlen mit neugierigen Schulklassen
und diskussionsfreudigen Älteren in ihrem Wohlbefinden nicht gestört werden. Beim im April 2016
gestarteten Bauprojekt Australien sowie der Glasbaute, in welcher sich das Exotarium befindet,
spielten dazuhin noch der Denkmalschutz eine tragende Rolle. Damit den denkmalpflegerischen
Vorgaben Folge geleistet werden konnte, war ein kniffliges Gleichgewicht zu finden, um
überschüssige Wärme abzuleiten und die Temperaturen für die Exoten gleichzeitig im gewohnten
Rahmen zu halten.

Unsere Lösung

Sobald es um die Gestaltung von Lebensraum geht - sei dies für Mensch oder für Tier - ist eine
gezielte Auseinandersetzung mit der Situation Pflicht. Um den Zoo Zürich jedes Mal aufs Neue
zufrieden stellen zu können, ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Architekten unerlässlich. Bestes
Beispiel hierfür ist die Gestaltung der Wände im Besucherzentrum und Kassenbereich. Durch eine
raffinierte Ausarbeitung erscheinen unsere akustischen Vorgaben als dezentes Leopardenmuster und
stimmen die Besucher so bereits auf einen freudigen Zoobesuch ein. Dabei galt es, Material, Dicke
und Ort der Dämmung geschickt miteinander zu vereinen. Für uns ist der Zoo Zürich Beweis, dass ein
spezieller Auftraggeber auch spezielle Lösungen fordert. Am Beispiel des Bauprojektes Australien ist
zu sehen, wie thermische und raumakustische Anforderungen für einmal kombiniert zum Ziel führen.
Eine normalerweise untypische Komposition geht hier ideal miteinander einher. Lösungen, die
tierisch interessant sind.

Über den Zoo Zürich

1929 eröffnet, begeistert der Zoo Zürich schon seit mehr als neun Jahrzehnten Gross und Klein. Seither wird der Standort am Zürichberg kontinuierlich ausgebaut und erneuert. Zu den realisierten Ausbauschritten zählen der Neubau des Masoala Regenwaldes, die Neugestaltung des Eingangsbereiches, der Kaeng Krachan Elefantenpark oder auch die Umbauten der Aquariumanlage im Exotarium. In näherer Zukunft warten die umgebaute Australienanlage und die neue Lewa Savanne von neugierigen Besuchern erkundet zu werden.

Unsere Dienstleistungen für diese Projekte:

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